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Die Jüdengasse
Gedenktafeln in der Tordurchfahrt erinnern an die Ausweisung der Juden aus Naumburg vor mehr als 500 Jahren und an die Naumburger Juden, die Opfer des Holocaust wurden. Seit 1350 war die Jüdengasse das Wohnviertel der Naumburger Juden. 1440 ist die Zahl jüdischer Bewohner in Naumburg auf 22 Personen dokumentiert. Auf Betreiben des sächsischen Landesherren Kurfürst Friedrich wurden die Juden 1494 aus allen sächsischen Städten und damit auch aus Naumburg vertrieben. Die für die Ausübung der religiösen Bräuche genutzten Gebäude des Ghettos wurden bis auf den Grund zerstört. Erst Mitte des 19. Jahrhundert siedelten sich wieder Juden in der Stadt an, sie bildeten aber keine eigene Synagogengemeinschaft mehr.